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Projekt: Kamäleon - Konstruktiv adaptive Mobilität bei Leichtfahrzeugen durch dynamische Fahrzeuganpassung mit KI-basierter multisensorischer Umfelderkennung

Problemstellung

Elektrisch angetriebene Kleinfahrzeuge ermöglichen nicht nur eine personalisierte und bedarfsgerechte Mobilität im urbanen Umfeld, sie können auch einen bedeutenden Beitrag zur Erhöhung der Luftqualität in Innenstädten leisten. Voraussetzung für eine breite Akzeptanz der Fahrzeuge ist, dass die technischen Möglichkeiten sowie die Einsatzarten an die Bedürfnisse der potenziellen Nutzergruppen angepasst sind.

Projektziel

Zentrales Ziel ist die Erweiterung bestehender Leicht-E-Dreiräder um technische Komponenten, die die Fahrzeuge automatisiert an unterschiedliche Verkehrsflächen wie Rad- und Fußwege, Parks oder Hallenflächen anpassen. Die Adaption erfolgt in erster Linie durch die Veränderung der maximal fahrbaren Geschwindigkeit sowie bezüglich der Nähe zu anderen Verkehrsteilnehmern. Zudem soll der jeweils aktuelle Zulassungsstatus als Mittel der informellen sozialen Kontrolle nach außen sichtbar gemacht werden. Um Manipulationen vorzubeugen, wird im Projekt eine sichere Software-Architektur in Kombination mit einer sicheren Hardware entwickelt.

Abriss zu den rechtlichen Forschungsfragen

Die Forschungsstelle übernimmt die Aufgabe projektbezogene Rechtsfragen zu beantworten. Zum Beispiel wird erforscht, ob eine dynamische Zuordnung von Fahrzeugen in mehrere Fahrzeugkategorien in Abhängigkeit der Höchstgeschwindigkeit aus zulassungsrechtlicher und straßenverkehrsrechtlicher Sicht möglich ist. Daneben werden datenschutzrechtliche und arbeitsrechtliche Voraussetzungen aufgezeigt, sowie das jeweilig zugrundeliegende Haftungsregime erläutert. Zuletzt werden Handlungsempfehlungen rechtspolitischer Natur erarbeitet, die eine Anpassung einzelner Vorschriften ermöglichen. Es wird eng mit dem Projekt SteigtUM kooperiert, um einen nachhaltigen Wissenstransfer sicherzustellen.

Verbundkoordinator

HFC Human-Factors-Consult, Constin GmbH

Volumen

0,16 Mio. EUR (davon 60 % Förderanteil durch BMBF)

Laufzeit

04/2019 – 12/2022

FMR-Ansprechpartner/in

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