Forschung

Mobilität – also die Ermöglichung von Bewegung – ist ein Charakteristikum moderner Gesellschaften. Mit Hilfe verschiedener Verkehrsträger wird dieses Grundbedürfnis befriedigt. In Deutschland hat sich in den vergangenen 20 Jahren allein die Personenverkehrsleistung um ein Viertel erhöht, im globalen Maßstab stehen die großen Zuwächse noch bevor – Stichwort „nachholende Motorisierung“.

In dem Augenblick, in dem sich Menschen in Bewegung setzen, und vor allem dann, wenn Maschinen zum Einsatz kommen, entsteht Regelungsbedarf. Gegenstand der Regulierung ist dabei häufig die Bereitstellung von Raum und die Begründung von Vorrangverhältnissen.

Bei jeder Ausprägung von Mobilität besteht rechtlicher Klärungsbedarf. Im Mehrebenensystem EU – Bundesrepublik Deutschland gilt das in besonderer Weise, zumal kaum jemals Mobilität als Ganzes in den Blick genommen wird, vielmehr sektorale Betrachtungsweisen dominieren und es zwischen den verschiedenen Mobilitätsträgern so gut wie keine Verzahnung gibt.

Neue Fragestellungen mit Auswirkungen auf die Regulierung sind in den letzten Jahren durch die Energiewende(-Diskussion) entstanden. Mehr und mehr wird nämlich die These diskutiert, dass die Energiewende nur gelingen kann, wenn sie den Verkehrssektor erfasst.

Hier setzt die Forschungsstelle Mobilitätsrecht an. Sie befasst sich mit sämtlichen Facetten des Rechtsgebiets, setzt sich mit (rechts-)politischen Entwicklungen und (höchst-)richterlichen Entscheidungen auseinander, verknüpft dabei ingenieurwissenschaftliche und juristische Aspekte, arbeitet interdisziplinär, praxisorientiert und leistet Beiträge zur Klärung drängender Probleme.

Mit ihrer Verankerung im Institut für Rechtswissenschaft der TU Braunschweig ist sie unabhängig.

Aktuelle Handlungsfelder der Forschungsstelle Mobilitätsrecht sind:

  • rechtliche Anforderungen bei den einzelnen Stufen des automatisierten Fahrens,
  • Zulassung neuer Fahrzeugarten, insbesondere im Bereich Mikroelektromobilität,
  • immissionsschutzrechtliche Anforderungen im Straßenverkehr,
  • Datenschutzrechtliche Fragen bei der Umsetzung neuer Mobilitätsformen,
  • luftverkehrsrechtliche Anforderungen bei der Windenergieplanung.

Die Forschungsstelle kann von Institutionen, Verbänden, Gruppen und Einzelpersonen in Anspruch genommen werden – an erster Stelle steht dabei wissenschaftliche Unabhängigkeit.

Zu den vielfältigen Handlungsformen der Forschungsstelle Mobilitätsrecht gehören u.a.:

  • Monographien, Aufsätze und Gutachten,
  • Beiträge in Sammelwerken,
  • die Schriftenreihe im Berliner Wissenschafts-Verlag,
  • die Mitwirkung innerhalb des NFF-Forschungsfeldes „Mobilitätsmanagement und Logistik“,
  • jährliche Fachtagungen und Vortragsreihen,
  • Lehrveranstaltungen.